Betriebssegeln
06.05. - 13.05.2006
Ausgangs- und Zielhafenhafen: S.
Agata di Militello - Sizilien
Route insgesamt 134 sm nach Logge incl.
Kreuzkurs
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Wie
in jedem Jahr fand auch in diesem Frühjahr unser
Betriebssegeln zum Kennenlernen von Revier und Stützpunkten
ausgehend von Sizilien in die Liparischen Inseln statt.
Wie immer mit unserem Skipper Peter, dem Smutje Klaus,
Co-Skipperinnen Carmen und Brigitte sowie erstmals unserer
leicht seekrankgeschädigten Rudergängerin und
helfenden Hand Kathrin. Ihr haben wir ein wunderbares
Abendessen am letzten Abend in S. Agata zu verdanken,
da sie Geburtstag hatte.
Der Törn fand auf der BAVARIA 44 k4, Bj. 2003, „
VOLANTIS VII“ statt, die sehr gut vorbereitet war
mit den bestellten Lebensmitteln und vorgekühlten
Getränken. |
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Samstag,
06.05.2006 S. Agata
S. Agata ist eine neue im Aufbau befindliche Marina. Zur
Zeit gibt es noch keine sanitären Anlagen. Die neue
Tankstelle war noch nicht betriebsbereit. Zum Törnende
hin mußte in Lipari der Tank des Schiffes und ein
Reservekanister voll getankt werden.
Spät in der Nacht sind wir mit einem
Mietwagen, der bereits per Internet von Deutschland aus
bestellt wurde, in der Marina müde, hungrig und sehr
durstig angekommen. Nach kurzem Suchen auf den spärlich
beleuchteten Schwimmsteg fanden wir dann unsere VOLANTIS
VII. Nachdem wir alles vorgefunden haben, genehmigten
wir uns noch einen kleinen Imbiss mit Dämmertrunk
, um dann hundemüde in unsere Kojen zu fallen
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Sonntag,
07.05.2006 S. Agata – Vulcano – Porto die Levante
29,1 sm
Am nächsten Morgen machte Peter mit Carmen den Eincheck,
während der Rest der Crew mit einem Taxi (kostenlos
vom Stützpunkt zur Verfügung gestellt) in einem
Supermarkt, der extra am Sonntag geöffnet hatte, die
restlichen Einkäufe getätigt hat. Dann haben wir
endlich um 10.50 Uhr bei diesigem Wetter abgelegt. Um 12.45
Uhr bei Wind aus NW 2-3 bft. Segel gesetzt. Nach einem richtig
schönem Segeltag unter Vollzeug bei halbem Wind sind
wir dann in Vulcano angekommen und beschlossen nicht im
Hafen anzulegen, da dort die Kaimauer sehr hoch ist. Bedingt
durch die vielen Tragflügelfähren, die fast alle
10 Minuten ein- und auslaufen, ist dort auch sehr viel Schwell,
so dass es dort sehr ungemütlich ist. Wir gingen seitlich
des Hafens in eine kleine Bucht vor Anker. Die Insel und
die Stadt Vulcano und damit auch unsere Ankerbucht waren
im wahrsten Sinne des Wortes „eine stinkende Stadt“.
Die nach verfaulten Eiern riechenden Rauchschwaden des Vulkans
zogen direkt über die Bucht. |
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Montag,
08.05.2006 Vulcano – Stromboli 31,5 sm
Nach einem schnellen Frühstück haben wir bereits
um 9 Uhr den Anker gelichtet und sind unter Motor, bei spiegelglatter
See Richtung Lipari gefahren. Dort haben wir von See aus
schon einmal die Anlegemöglichkeiten gecheckt. Auf
dem weiteren Weg nach Stromboli haben wir uns auch die Ankermöglichkeiten
bei Panarea angesehen. Nördlich und südlich des
Fähranlegers ist ankern möglich. An der Pier anlegen
eher nicht, da diese auch hier sehr hoch ist. Langsam ging
es weiter nach Stromboli. Über dem Vulkan war eine
riesengroße Wolke weithin sichtbar. Westlich an Stromboli
und an der Feuerrutsche mit langsamer Fahrt vorbeigefahren.
Alle 10 Minuten hörten wir ein kräftiges Grollen
und Fauchen verbunden mit viel Rauch, der aus dem Vulkan
entwich. Geröll prasselte über die Rutsche ins
Meer .Vor Bartolomeo lagen bereits mehrere Yachten und ein
Katamaran. Um 15.10 Uhr in 10 Meter Tiefe Anker fallen lassen
und bei 1500 Umdrehungen eingefahren. Auch hier ein wenig
Schwell, aber nicht bedenklich. Ab Bartolomeo sind geführte
Wanderungen zum Vulkan möglich, allerdings sind diese
sehr anstrengend. Da es doch sehr heiß war (27°)
, beschlossen wir auf die Begehung zu verzichten. Stattdessen
genossen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang und
gingen früh schlafen. |
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Dienstag,
09.05.2006 – Stromboli – Salina – Yachthafen
28 sm
Sehr früh morgens um 4.45 Uhr haben wir den Anker gelichtet
und sind unter Motor zur Feuerrutsche gefahren. Dort angekommen
haben wir einen Stopp eingelegt und das imposante Naturschauspiel
des spuckenden Vulkans beobachtet und auch versucht mit
der Kamera festzuhalten. Das Ergebnis ist leider nicht so
umwerfend geworden. Es war aber trotz alledem ein tolles
Erlebnis die Eruptionen zu beobachten. Lava wird ca. 20
m in die Höhe geschleudert und rollt dann die Feuerrutsche
hinunter. Dafür hat sich das Aufstehen in der Nacht
wirklich gelohnt. Nach diesem wirklich furiosen Erlebnis
haben wir um 6.30 Uhr an Deck erst einmal ausgiebig gefrühstückt.
Um 8 Uhr dann bei Wind aus SO 2 bft. Segel gesetzt und unter
Vollzeug viel geübt. Unter anderem das in einem der
letzten Hefte der „Yacht“ beschriebene „Hamburger
Manöver“.das besonders effektiv bei kleiner Crew
ist und wie folgt abläuft:
Ausgehend vom Am Wind Kurs abfallen auf halben Wind und
sofort zügig nach dem Abfallen eine Wende fahren, ohne
dass die Segel bedient werden. Das Schiff ist beigedreht
und die Boje liegt in Lee. Ruder festellen und die Boje
bergen. Jedes Crewmitglied hat es versucht und festgestellt,
dass dieses ein wirklich einfaches Manöver ist.
Am frühen Nachmittag in Salina Yachthafen mit Mooringleine
angelegt. Ein netter kleiner Hafen mit Strom- und Wasseranschluss
und endlich auch wieder richtigen Duschen. Der Ort Salina
ist wirklich sehr nett und, da noch keine Saison, war er
auch noch nicht so überlaufen. Am Abend haben wir oberhalb
der Marina
eine vorzüglich Fischplatte für fünf Personen
zu einem sehr moderaten Preis gegessen. |
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Mittwoch,
10.05.2006 Salina - Lipari 10,21 sm
Nachdem wir Wasser aufgetankt haben legten wir erst am Mittag
ab, da der Wind aus SW mit 4-5 btf. in Böen 6 bft.
auffrischte. Unter Segel, 30 % Genua und 20 % Groß,
später 40 %, ging es nach Lipari. Um 15.45 Uhr bei
4 –5 bft. Seitenwind, in Böen auch mehr, am zweiten
nördlichen Schwimmsteg zunächst mit Mooringleine
angelegt. Später dann auf Anweisung des Marineros längsseits
verholt. An den Schwimmstegen nördlich vom Stadthafen
Grundsee und Schwall von den Fähren. Daher war es eine
sehr ungemütliche Nacht und nicht empfehlenswert. Auch
gibt es hier NOCH NICHT sanitäre Anlagen. Allerdings
hat man es von hier aus nicht sehr weit um in die Stadt
Lipari zu Fuß zu gelangen. |
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Donnerstag,
11.05.2006 Lipari – Vulcano – Porto di Ponente
3,69 sm
Nach einer sehr unruhigen Nach, in der alle, bis auf unseren
Smutje Klaus, schlecht geschlafen haben nach einem kurzen
Stadtgang zum Einkaufen um 10 Uhr abgelegt. Nach dem Tanken
in Lipari (letzte Möglichkeit zum Tanken bevor es zurück
nach S. Agata geht) bei null Wind unter Motor in die Bucht
auf der westlichen Seite von Vulcano zum Ankern gefahren.
Sehr schöne nicht stinkende Bucht. Wir haben uns dann
doch nicht zum schwimmen gehen entschließen können,
da hier etliche Feuerquallen herumschwammen. Die Begegnung
mit diesen netten Tierchen kann sehr schmerzhaft sein. Aber
endlich hatten wir wieder eine ruhige Nacht und gut geschlafen.
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Freitag,
12.05.2006 Vulcano – S. Agata 35 sm
Kathrin hat Geburtstag – Zunächst haben wir Ihr
ein Geburstagsständchen gebracht und ausgiebig gefrühstückt.
Anker hoch und dann ging es auch leider schon wieder zurück
nach S. Agata. Nach etlichen, vergeblichen Versuchen zu
segeln ging es dann unter Motor zurück. Am Stützpunkt
angekommen stand das Kiri-Personal schon bereit. Ehe wir
uns versahen lag das Schiff fest vertäut an der Pier.
Beim nachfolgenden Auscheck gab es keine Beanstandungen,
so dass wir aufgrund der fehlenden Duschen in der Marina,
uns per Heckdusche landfein für das Geburtstagsessen
von Kathrin gemacht haben. Die Stützpunktmitarbeiterin
Clara hat uns ein sehr gutes Restaurant in S. Agata empfohlen.
Dieser Tipp von ihr war auch wirklich gut, das Essen war
vorzüglich. |
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Samstag,
12.05.2006 S. Agata – Palermo
Nach dem Frühstück sind wir dann mit dem Mietwagen
zurück nach Palermo gefahren. Da unser Flug erst am
Nachmittag zurück nach München ging, haben wir
noch eine kleine „Sight-Seeing-Tour“ durch Palermo
unternommen. An den südländischen Fahrstil gewöhnte
sich Peter sehr schnell. Wir bummelten noch entlang der
Strand- promenade, die wirklich sehr schön gestaltet
ist und ein echtes Kommunikationszentrum darstellt. Noch
bevor es zum Flughafen weiterging genehmigten wir uns in
einem der vielen einladenden Straßencafes noch Eis
und Capuccino. Danach traten wir etwas wehmütig die
Heimreise an. |
Der nächste
Törn kommt bestimmt – nur wo? |
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