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Viele
sind schon da, als ich kurz vor 16.00 Uhr dazukomme. Wo setze ich
mich denn hin? Wo ich auch hinschaue, blicke ich in fremde
Gesichter. Sind es Softlaber? Kunden? Angehörige oder Freunde?
Ja, kenne ich denn überhaupt keinen?
Ich
setze mich auf den ersten freien Stuhl und schaue auf den, den ich
kenne: auf Peter, der wohl alle zu kennen scheint. Peter souverän
und nett, sichtlich in seinem Element, erklärt fröhlich und
in sichtlicher Vorfreude auf den baldigen Törn die
Tourenplanung, verteilt die Bordlisten und Aufgaben an Bord. Immerhin
werden es 5 Boote à 6 Mann sein.
Ich
schaue mich vorsichtig um, habe das Gefühl im völlig
falschen Film zu sein. Ich kapiere überhaupt nichts. Von
„bunkern” ist die Rede – wird wohl mehrmals gemacht
während der Segelwoche - und dann sind sie schon bei den
Regattabedingungen. Wie man da gewinnen könne, bei „einem
Fuß weniger”? Ich schaue ganz spontan auf meine Füße
– ja, haben wir denn nicht alle zwei....? doch schlagartig sind
meine Ohren gut durchblutet und ich weiß, was gemeint ist. Ich
schaue jeden einzelnen intensiv an. Was bewegt ihn, am Segeltörn
mitzumachen? Sportlicher Ehrgeiz, Freude am Segeln, am Meer, am Wind?
Oder
sind noch mehr Leute dabei, so wie ich, die vom Segeln keinen blassen
Schimmer haben, die sich ganz einfach gefreut haben auf Sonne, Meer,
eine Brise Erholung? Etwas ernüchtert schaue ich mir den Film
weiter an.
Regatta
hin – Regatta her – Spaß soll’s machen –
Gewinner? Einer wird’s sein – ist doch schön so.
Aber das scheinen nicht alle so zu sehen – Rivalitäten
unter den Skippern? Ich beginne zu ahnen, dass es ernster Spaß
werden kann. Und ich beginne zu begreifen, dass ich viel zu lernen
habe. Aber, sind wir nicht alle immer wieder auf’s neue
Lernende?
Eine
Woche werde ich schon durchhalten – und vielleicht wird’s
ja auch ganz nett? Zum Schluß gefällt’s mir noch??
Ich nehme mir vor, ganz offen in diese Woche zu gehen.
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