Softlab Segeltörn 2004 - Kykladen::

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Ankunft am Yachthafen in Lavrion am 5.6.04 / 18.00 Uhr

Es ist tatsächlich Sommer und es riecht nach Urlaub. Starker Wind lässt die Boote schaukeln, die wie aufgefädelt fein säuberlich nebeneinander an der Uferstraße liegen. Gütiger Gott, mir wird beim Zusehen schwindlig.

Auf den Booten ist reges Treiben. Da werden irgendwelche Schnüre zusammengerollt, Klappen auf- und zugemacht. Sich der Schweiß abgewischt. Lauter fremde Gesichter - ja, wo sind denn jetzt meine Kollegen?

Da, jetzt erkenne ich einige. Schauen ganz anders aus in kurzen Hosen, barfuß in Sandalen und mit kesser Schirmmütze auf dem Kopf.

Freundliche, ja herzliche Begrüßung – auch die fremden, noch neuen Gesichter sind gleich da. Freundliches Hallo und – was sehe ich da? Blitzlichter in den Augen - Donnerwetter – hier sind keine Kollegen und Freunde, hier sind Frauen und Männer, die Geschlechterrolle beginnt....

Ich versuche, mir die Namen zu merken, einzusteigen in fröhlichen Smalltalk und dann vor allem über die Hühnerleiter ins schwankende Boot und das steile Treppchen hinunter ins Wohnzimmer und in die Schlafkammern.

Da sind wir gleich mal beschäftigt mit Taschenauspacken, Schrankeinräumen, Betten beziehen, Einkäufe verstauen. Ein Teil der Crew-Mitglieder war bereits beim Einkaufen – das nennt man übrigens BUNKERN. Schon was gelernt heute!

Jeder Winkel im Boot ist gut durchdacht, die Ausstattung hervorragend – in den aufgeklappten Sitzmöbeln im Wohnzimmer finden sich Töpfe und Pfannen und es ist auch noch genügend Platz für unsere reichen Einkaufsvorräte an Wasserflaschen, Cola und Bier. So ganz nebenher lernt man all die Schränke, Klappen und Kläppchen kennen, die Kühlschranktür, die nach oben aufgeht, den versteckten Gasherd, weiß ziemlich schnell, wo Feuerzeug und Abfalltüten sind, lernt den Pumpmechanismus der Toilette kennen.

Nach dem Abstellen der Bootsmotoren hören wir nur noch das Knurren unserer Mägen – wie einig wir uns doch sind: wir machen uns auf die Suche nach einer hübschen kleinen Taverne.

Wie ein Wiesel springt der Restaurantbesitzer um uns herum, schiebt alle verfügbaren Tische zu einer Tafel zusammen, prahlt stolz mit seinen Deutschkenntnissen und seiner griechischen Spezialitätenküche. Aber, er hat nicht zuviel versprochen. Das Lamm war vorzüglich, der griechische Salat, wie er in Griechenland sein muß und das Weißbrot in Olivenöltunke lässt uns nur noch schnurren. Die Stimmung ist famos. Jeder zeigt sich von seiner Sonnen-Urlaubs-Schokoladen-Seite. Alles ist bestens.

Hier ein Schlückchen, da ein Schluck und vielleicht noch einer des Wunderelixiers ABSACKER lässt die Stimmung auf Deck noch lange nicht absacken – das habe ich auch noch gelernt! Das fröhliche ABSACKER-Lachen ist noch lange zu hören, doch irgendwann schlafen sie alle.


 

 
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