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Am
nächsten Morgen holt Skipper persönlich die Ankerkette
hoch. Aber es haut nicht so recht hin. Sie verhakt sich. Und schon
sind die lästernden Stimmen an Bord zu hören: „bei
uns hat das besser geklappt, he? Gell, so isses, wenn de den Skipper
selbst dran lässt, ne?” Fröhliches und schadenfrohes
Gekicher begleiten die ratternde Kette nach oben und irgendwann ist
sie dann endlich da wo sie hingehört und wir wieder auf dem
offenen Meer.
Mittlerweile
ist alles so einfach geworden. Wir sind zur Crew zusammenge-wachsen,
jeder weiß, was zu tun ist und tut es auch.
Nach
der glücklichen Ankunft in Lavrion versammelt sich fast alles im
Gourmet- Boot. Platz ist in der kleinsten Hütte – heißt’s
nicht so? Die Crew vom Gourmet Boot lässt sich nicht lumpen und
serviert einen Drink, der sich gewaschen hat. Raffiniert harmlos
dekoriert und garniert mit einem Scheibchen Zitrone schmeckt er
einfach irre – und irre sind wir bereits nach dem ersten
Schluck. Irre glücklich und zufrieden auch, lustig und fidel,
herzlich und ausgelassen.
Diese
eine Woche hat aus uns fünf feste Crews gemacht, die gar nicht
anders konnten, als sich gut kennen zu lernen. Es spielte keine Rolle
mehr, dass hier Vorgesetzte mit Kollegen, Freunde mit Kolleginnen
oder Kunden mit Ehepartnern sich den engen Raum teilten - wir waren
alle gleich und es war völlig normal, dass wir uns alle duzten.
Eine
Woche braucht wohl jeder erst mal, um sich selbst zurechtzufinden im
engen Raum, wo keiner auskommen kann. Erst mal beschnüffeln –
stimmt die Chemie oder halte ich es mit den anderen nur schwer aus?
Ich denke, wenn man sich selbst nicht ganz so wichtig nimmt, auch mal
gelassen Dinge hinnehmen kann, die halt mal so und nicht anders sind,
dann ist es gut auszuhalten.
So
gut, dass natürlich alle fest entschlossen sind, beim nächsten
Törn (Juni 2005) wieder dabei zu sein. Gewinner waren wir doch
alle - allemal! Nicht nur, dass jeder seine Seemeilenbestätigung
bekam und seinen echten, goldenen Pahlstek! Der traumhaft schöne
Siegerpokal bekommt ein Ehrenplätzchen bei der Segler-Foto-Wand
und wer mag, kann ihn dort gerne bewundern.
Es
lag sicherlich nicht nur am Zuspruch des süffigen Weines, dass
so viel gelacht wurde an diesem letzten Abend. Bestgesponnenes
Seemannsgarn wurde serviert, von den Skippern persönlich. Eine
Geschichte, die sich möglichst sinnvoll ranken sollte um
Aphrodite, Poseidon, Ouzo, Redzina und Metaxa. Und RASSMUS, die alte
Rübensau, mischte auch wieder kräftig mit.
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