Softlab Segeltörn 2004 - Kykladen::

Vorbesprechung :: Ankunft :: erster Seetag ::
zweiter Seetag :: Regattatag :: Finale ::

 
 
 
 

Freitag, es geht dem Ende zu

Am nächsten Morgen holt Skipper persönlich die Ankerkette hoch. Aber es haut nicht so recht hin. Sie verhakt sich. Und schon sind die lästernden Stimmen an Bord zu hören: „bei uns hat das besser geklappt, he? Gell, so isses, wenn de den Skipper selbst dran lässt, ne?” Fröhliches und schadenfrohes Gekicher begleiten die ratternde Kette nach oben und irgendwann ist sie dann endlich da wo sie hingehört und wir wieder auf dem offenen Meer.

Mittlerweile ist alles so einfach geworden. Wir sind zur Crew zusammenge-wachsen, jeder weiß, was zu tun ist und tut es auch.

Nach der glücklichen Ankunft in Lavrion versammelt sich fast alles im Gourmet- Boot. Platz ist in der kleinsten Hütte – heißt’s nicht so? Die Crew vom Gourmet Boot lässt sich nicht lumpen und serviert einen Drink, der sich gewaschen hat. Raffiniert harmlos dekoriert und garniert mit einem Scheibchen Zitrone schmeckt er einfach irre – und irre sind wir bereits nach dem ersten Schluck. Irre glücklich und zufrieden auch, lustig und fidel, herzlich und ausgelassen.

Diese eine Woche hat aus uns fünf feste Crews gemacht, die gar nicht anders konnten, als sich gut kennen zu lernen. Es spielte keine Rolle mehr, dass hier Vorgesetzte mit Kollegen, Freunde mit Kolleginnen oder Kunden mit Ehepartnern sich den engen Raum teilten - wir waren alle gleich und es war völlig normal, dass wir uns alle duzten.

Eine Woche braucht wohl jeder erst mal, um sich selbst zurechtzufinden im engen Raum, wo keiner auskommen kann. Erst mal beschnüffeln – stimmt die Chemie oder halte ich es mit den anderen nur schwer aus? Ich denke, wenn man sich selbst nicht ganz so wichtig nimmt, auch mal gelassen Dinge hinnehmen kann, die halt mal so und nicht anders sind, dann ist es gut auszuhalten.

So gut, dass natürlich alle fest entschlossen sind, beim nächsten Törn (Juni 2005) wieder dabei zu sein. Gewinner waren wir doch alle - allemal! Nicht nur, dass jeder seine Seemeilenbestätigung bekam und seinen echten, goldenen Pahlstek! Der traumhaft schöne Siegerpokal bekommt ein Ehrenplätzchen bei der Segler-Foto-Wand und wer mag, kann ihn dort gerne bewundern.

Es lag sicherlich nicht nur am Zuspruch des süffigen Weines, dass so viel gelacht wurde an diesem letzten Abend. Bestgesponnenes Seemannsgarn wurde serviert, von den Skippern persönlich. Eine Geschichte, die sich möglichst sinnvoll ranken sollte um Aphrodite, Poseidon, Ouzo, Redzina und Metaxa. Und RASSMUS, die alte Rübensau, mischte auch wieder kräftig mit.


 

 
   © 2004 by Uschi Baudisch Nefzger •  bch@softlab.de