| Törnbericht
Absegeln 18.10. – 25.10.2003 Istrien / Kroatien
Ausgangs- und Zielhafen:
Marina Veruda / Pula
Route insgesamt 174 sm nach Logge
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Eine
schöne Tradition bei KlaRo ist das jährliche Absegeln
am Ende der Saison. Auch in diesem Jahr blieben wir dieser
Tradition treu, allerdings diesmal mit einer reinen Männercrew.
Kapitän und Skipper war Peter, die Crew setzte sich
aus Smutje Klaus und Bootsmann Andreas, genannt “Goofy“,
zusammen.
Unsere Yacht war eine, in Anbetracht der Mannschaftsstärke,
großzügig bemessene SUN ODYSSEY 45.2 von Vito/Veritas
Yachtcharter mit dem schönen Namen „Habib Sanna“
(etwa „Liebling Susanna“). Zum Glück gehörte
zur Ausstattung der Yacht auch eine Heizung, da es Ende
Oktober in diesem Jahr doch schon recht kalt war.
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Samstag,
18.10.2003
Nach Übernahme der Yacht und einer Sicherheitseinweisung
über und unter Deck bunkerten wir noch die Vorräte
für den Törn. Es war eine lange Fahrt und ein
noch längerer Tag, so dass uns das berühmte Chilli
con Carne von Klaus besonders gut geschmeckt hat, bevor
wir hundemüde in die Kojen fielen.
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| Sonntag,
19.10.2003 Veruda – Susak 32 sm
Wir legten unter Motor ab und schalteten diesen gezwungenermaßen
auch nicht wieder aus, da nur ein laues Lüftchen
mit 1-2 Bft NE, später drehend aus NW, wehte. Also
fuhren wir unter Motor einige Übungsmanöver,
auch um die Yacht besser kennen zu lernen. In Susak angekommen
wurde es eng. Ein sehr großes, eisernes Arbeitsschiff
versperrte ins beinahe die Durchfahrt zur Pier. Sowohl
Backbord als auch Steuerbord war gerade mal jeweils eine
Fenderbreite Platz. Zudem wurden wir während dieser
kniffligen Passage noch Opfer eines heimtückischen
Attentats von oben – ein Hilfsmatrose des Rostkahns
schüttete natürlich genau in diesem Moment eine
Pütz Putzwasser herunter, traf zum Glück aber
kein Crewmitglied, sondern nur die Yacht. Nach dieser
Millimeterarbeit war die Fischplatte in dem Lokal gegenüber
ein besonderer Gaumenschmaus.
Drei Männer – drei Meinungen – vor allem
beim Skat spielen. Langweilig wurde uns am Abend jedenfalls
nicht! |
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Montag,
20.10.2003 Susak – Ilovik 22 sm
Es regnete leider immer noch, aber der Wind hatte mit
6 Bft aus SO, in Böen 7, aufgefrischt und wir setzten
60 % der Genua. Bis Losinj kamen wir zügig voran.
Danach mussten wir gegen den Wind segeln und gewannen
kaum noch an Höhe, also musste es unter Motor weiter
gehen.
Bei Ilovik machten wir an einer Boje fest und Peter hüpfte
schnell ins 19° C kalte Wasser. Goofy, eigentlich
ein bekennender Warmduscher , wollte es dem Skipper gleichtun,
nur um innerhalb von Sekundenbruchteilen wieder auf der
Badeplattform zu stehen. Aber immerhin funktionierte die
warme Außendusche.
Smutje Klaus sorgte einmal mehr für unser leibliches
Wohl. Die Bratkartoffeln mit Speck und viel Zwiebeln und
Spiegeleiern schmeckten, besonders nach so einem Tag auf
See, einfach hervorragend. |
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Dienstag,
21.10.2003
Ilovik - Rab 25 sm
Eine Wetterbesserung war leider nicht in Sicht. Es war
weiterhin sehr bewölkt mit Regenschauern. Der Wind
kam aus S in 4-5 Bft, in Böen war es auch mal 6 Bft.
Nach der Durchfahrt von Ilovik setzten wir das Groß
und die Genua zu 65 %. Danach fuhren wir einige Übungen
wie Manöverkreis, Halsen, Beidrehen und Rettungsmanöver
mit kleiner Crew. Nach dem Anlegen in der Marina von Rab
gab es gleich wieder ein Gewitter mit Regen. Aber das
konnte unsere gute Stimmung an Bord und beim anschließenden
Landgang nicht trüben. Obwohl schon viele Lokale
wegen der bevorstehenden Winterpause geschlossen hatten,
fanden wir eine kleine, urige Bar samt loderndem Kaminfeuer,
an dem wir gerne Platz nahmen. Es gab zwar keine offizielle
Speisekarte, aber der nette Wirt hat uns trotzdem eine
Kleinigkeit zum Essen zubereitet. |
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Mittwoch,
22.10.2003 Rab – Krk 21 sm
Regen, Regen, Regen und keine Besserung in Sicht. Die Stimmung
an Bord ist ziemlich ruhig. Der Wind kam zunächst aus
SE in 4-5 Bft entschied sich dann aber gegen Mittag stärker
werdend uns mit richtig kalter Luft aus N-NE um die Ohren
zu pfeifen, so dass wir gegen laufen mussten. In Krk auf
Krk legten wir dann schließlich an der inneren Pier
an der Ostseite längsseits an und das sogar ganz ohne
regen. Anschließend begaben wir uns auf eine kleine
Sightseeing-Tour durch Krk und aßen in der Stadt unser
Abendbrot. Zurück an Bord wurde erst einmal die Heizung
in Betrieb genommen und dann haben wir wieder zünftig
Karten gespielt. Wir konnten uns immer noch nicht auf gemeinsame
Skatregeln einigen, was der Stimmung aber nur zu Gute kam. |
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Donnerstag,
23.10.2003 Krk – Cres 35 sm
Endlich mal kein Regen. Bei Wind ausN-NE in der Stärke
4 Bft in Böen 5 segelten wir bis etwa 7 sm vor Cres.
Nach der Umrundung der Nordspitze von Cres nahm der Wind
jedoch stark zu und es fing auch wieder heftig zu regnen
an. Vor der Einfahrt von Cres entwickelte sich der Wind
zu einer ausgewachsenen Bora, was uns vor Probleme beim
Anlegen längsseits an der Stadtpier stellte. Beim Eindampfen
in die Vorspring war der Winkel vom Schiff zur Pier zu groß
und auch der Kugelfender am Bug konnte ein Anstoßen
an die Pier nicht mehr verhindern. So etwas kann auch dem
umsichtigsten Skipper mit einer guten Crew mal passieren.
Der Wind war einfach gegen uns. Natürlich haben wir
einen Bericht für den Vercharterer für den Auscheck
angefertigt.
Aufgrund des schlechten Wetters blieben wir zum Essen an
Bord und schliefen auch nicht besonders gut, da es sehr
unruhig war. |
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Freitag,
24.10.2003 Cres – Veruda 38 sm
Nach einer stürmischen Nacht hatte sich das Wetter
beruhigt und wir setzten nach dem Ablegen die Segel zu einem
Wind bei 3-4 Bft aus NE. Später frischte der Wind noch
ein wenig auf und wir konnten bei achterlicher Brise mit
6-8 kn Fahrt bis zum Leuchtturm Porer segeln. Ab Porer reduzierten
wir die Genua auf 60 % und wir konnten auf einem am Wind-Kurs“
mit 8-9,5 kn bis nach Veruda durchsegeln. An der dortigen
Tankstelle machte sich ein sehr großer Fischkutter
breit, so dass wir gezwungen waren hinter der Tankstelle
in Backbord mit einer zweiten Leine von der Springklampe
aus anzulegen, um zu tanken. |
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Bei
Vito/Veritas legten wir mit unserer „lieben Susanna“
an und meldeten beim Auscheck den Bugschaden. Dort wurde
die Angelegenheit sehr unkompliziert behandelt – wir
mussten 50 Euro bezahlen und damit war der Schaden abgegolten.
Die Kautionsversicherung musste nicht in Anspruch genommen
werden.
Trotz einer Woche schlechten Wetters und wenig Sonne war
die Stimmung insgesamt sehr gut und wir beschlossen diesen
Schlechtwettertörn mit einem Abendessen in dem Restaurant
„Fantasia“ in Veruda ausklingen zu lassen. Das
Ambiente, der Service und natürlich nicht zuletzt das
Essen muß man einfach lobenswert erwähnen, zumal
die Preise für das Gebotene sehr moderat sind. Die
Besitzerin spricht sehr gut deutsch und steht den Gästen
bei der Auswahl der Speisen und Getränke hilfsbereit
zur Seite. Ein besonderes Erlebnis war das am Tisch frisch
zubereitete Tartar, eine der Spezialitäten des Hauses.
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Samstag,
25.10.2003
Heimreise
Der Winter hat in Istrien Einzug gehalten mit –2°C
und Schneeregen. Auf der Heimfahrt von Slowenien bis Salzburg
schüttelte Frau Holle ihre Kissen noch heftiger aus,
so dass die Fahrt dank der noch aufgezogenen Sommerreifen
(k)ein echter Spaß war.
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© KlaRo-Charter, Dipl.-Ing. Peter Bahn
Albert-Schweitzer Str. 16, D-93073 Neutraubling, Tel.: +49 9401 9380783
Fax: +49 9401 9380784, Email: klaro-charter@klaro.com
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