Segeltörn 2003 - Türkei (14. - 21. Juni 03)
Crew 1. Tag 2. Tag 3. Tag 4. Tag 5. Tag 6. Tag 7. Tag 8. Tag Sprüche und Zitate
 
3. Tag: Montag(16. Juni 03)
 
Logbuch
Ablegen: in Baba Adasi um 10.30 h
Anlegen: in Fethiye um 17.00 h
Strecke: 35,3 SM
Wetter: Wolkenlos, heiß, bis 28-31°C
 

Bericht
Fahrt unter Motor. Eine zerklüftete, grüne, erstaunlich bewaldete Küste begleitet uns in Sichtweite. Auf beiden Yachten werden an diesem Tag die Segelmanöver geübt. Jeder darf mal ans Ruder. Auch die öfters über Bord gegangenen Fender werden jedes Mal gerettet (Boje über Bord). Der Skipper der „Tico Tico“ trainiert unfreiwillig die verschärfte Version, denn er muss gleich zwei kurz hintereinander über Bord gegangene Fender bergen.

Um 12.45 Uhr werden die Segel gesetzt, doch kurze Zeit später macht der Wind wieder Pause. Um 14.00 Uhr frischt er auf und alle Segel werden rausgeholt. Wieder ist eine Übungsstunde auf der „Tico Tico“ angesagt: Wenden und Halsen werden von jedem Crewmitglied zweimal gefahren und Skippy Peter und Wallaby (kleine Känguruh-Art) Hans-Martin üben ein Boje-über-Bord-Manöver unter Segeln.

Auf offener See begegnen sich die beiden Yachten: Dreiste Provokation der „Tico Tico“ auf die „Blue Horizon“. Es kommt zum ersten Waffentest auf hoher See: Die „Tico Tico“ nähert sich mit geladenen Wasserpistolen der „Blue Horizon“ und kommt bis auf 10 m an sie heran. Sofort werden die Waffen getestet, jedoch nur die dicke Pumpgun hat die nötige Reichweite, mit den kleinen Spritzpistolen wird das befreundete Feindboot leider nicht erreicht. Sichtlich beeindruckt (Sicht Tico Tico), bzw. unter Fortsetzung des ursprünglichen Manövers und seemännischem Brauch folgend (Sicht Blue Horizon), dreht die „Blue Horizon“ ab. Daraufhin wird auch auf der „Blue Horizon“ die Gefechtsbereitschaft hergestellt und ein erster Test im Selbstbeschuss durchgeführt.

Weil der Wind jetzt richtig schön ist, kann sich Hans-Peter nur schwer von den Segeln trennen. Wir fahren unter vollen Segeln in die Bucht von Fethiye ein und holen sie erst kurz vor dem Bootssteg der Yes-Marina, an dem wir anlegen wollen, ein. - Hat wunderbar geklappt – nur der Skipper wurde nervös…. Um 18.30 Uhr hängen wir fest an der mooring.

Die Yes-Marina ist ein kleiner, familiärer Privathafen. Die Duschen und Toiletten sind o.k. Und helfende Hände am Bootssteg warten.

Die Mädels beider Yachten testen erst mal die Duschen, während sich das männliche Bootspersonal ein kühles Bier im angrenzenden Restaurant genehmigt und den heutigen und morgigen Törnverlauf bespricht. Erfreulich ist, dass auch der Icemaker der „Tico Tico“ zu seiner Form findet…die Getränke sind merklich kühler, seit der Kühlschrank nicht mehr bis zur Oberkante befüllt wird.

Um 21.00 Uhr erfolgt der Aufbruch in die Stadt. Die Crews gehen getrennte Wege. Die Crew der „Tico Tico“ macht sich zu Fuß auf, während die Crew der „Blue Horizon“ mit dem Dolmus fährt. Im Fischrestaurant „Duck Pond“ tafeln die einen, während die anderen zufällig den Fischmarkt von Fethiye finden und dort fangfrischen Fisch kaufen, der direkt in einem kleinen Restaurant am Markt köstlich zubereitet wird. Es wird beschlossen, hier am nächsten Tag die Vorräte für den weiteren Törn einzukaufen.

 

Fethiye
Fethiye hieß im Altertum Telmessos und war eine lykische Siedlung. Das antike Lykien erstreckte sich von hier bis zur Westküste des Golfes von Antalya und gehört mit seinen Wäldern, Bergen, Flusstälern und Badebuchten zu den landschaftlich schönsten Gegenden der Türkei. Die eigenständige Kultur der Lyker geht auf das 2. vorchristliche Jahrtausend zurück. Unter Alexander d. G. lykisch-ionische Mischkultur. Ständig Erdbeben, immer bis heute. Gutes Obst und Gemüse.